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Sommerschließzeit

Von 29. Juli bis 16. August ist die Wienbibliothek aufgrund interner Revisionsarbeiten geschlossen.

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Siegfried Mattl/Gottfried Pirhofer/Franz J. Gangelmayer: Wien in der nationalsozialistischen Ordnung des Raums. Lücken in der Wien-Erzählung

Buchpräsentation

Buchcover, Titelblatt aus: WBR, DS, K-3247270, Deutsches Reich, Reichsamt für Landesaufnahme, Gau Wien, Wien 1940.

Ort und Zeit

Montag, 20. Mai 2019, 16:00 Uhr
Stadtsenatssitzungssaal im Wiener Rathaus
Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse,
Feststiege 1, 1010 Wien

Zum Buch

In der bisherigen Forschung zum nationalsozialistischen "Groß-Wien" wurden die Monumentalplanungen, die Siedlungsplanung und einige der Infrastrukturvorhaben zum Teil ausführlich thematisiert.

Allein dass sich diese Projekte der NS-Raumpolitik zu einem Großangriff auf die gewachsene Stadtstruktur zusammenfügen sollten, war in dieser Totalität bisher nur unzureichend dokumentiert: NS-Raumordner und NS-Stadtplaner wollten große Teile des dichten gründerzeitlichen Stadtraums abreißen, Wien als von Grünflächen dominierte "Stadtlandschaft" neu anlegen. Die technokratisch begründete Umwertung und Umverteilung des Stadtraumes blieb aber in letzter Instanz "rassisch" – also rassistisch – motiviert.

Die Autoren beschreiben, wie die Stadtplanung nach dem "Anschluss", eingepfercht zwischen den Postulaten der NS-Raumordnung, den Phantasmen der Monumentalplaner, den großspurigen Ankündigungen des Göring’schen Vierjahresplanes, den Forderungen der Militärs sowie den technokratischen Ansprüchen, entlang der Ziele der NS-Ideologie agierte, nicht zuletzt im Verbund mit jenen akademischen Eliten, die bereits lange vor 1938 NS-konforme Leitbilder entwickelt hatten. Die von der NS- Raumordnung geforderte "aufgelockerte, entmischte und autogerechte Stadt" blieb noch im Wiederaufbau herrschende Ideologie.

Siegfried Mattl/Gottfried Pirhofer/Franz J. Gangelmayer: Wien in der nationalsozialistischen Ordnung des Raums. Lücken in der Wien-Erzählung
VWI Studienreihe, Bd. 3
€ 32,00
Hardcover, 228 Seiten
978-3-7003-2095-1

Programm

Einführung und Vorstellung
Anita Eichinger, Direktorin Wienbibliothek
Begrüßungsworte
Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann
Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin und Landeshauptmann-Stellvertreterin
Podium
Béla Rásky, Geschäftsführer Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Gottfried Pirhofer, Autor
Anita Eichinger, Direktion Wienbibliothek
Franz J. Gangelmayer, Leiter Druckschriftensammlung Wienbibliothek
Thomas Madreiter, Planungsdirektor
Moderation
Angelika Fritz, Direktorin Architekturzentrum Wien

Anschließend lädt die Stadt Wien zu einem Umtrunk

Wichtiger Hinweis

Ein Ausdruck dieser Seite ist beim Eintritt ins Wiener Rathaus vorzuweisen und ist nur für eine Person gültig!

Informationen

Eintritt frei! Wir freuen uns auf Ihr Kommen. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Erlkönig.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen, die im Rahmen der Veranstaltungen entstehen, zu.