Zur Katalogübersicht

Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Wien Geschichte Wiki

Wien Geschichte Wiki

Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Aktuelle Schließzeiten

Am 23. November und 5. Dezember schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung bereits um 17 Uhr. Ersatzleseplätze werden zur Verfügung gestellt.

Sie sind in:

Sie sind hier

Buchpräsentation im Rahmen der BUCH WIEN 2017. Moriz Scheyer: Selbst das Heimweh war heimatlos. Bericht eines jüdischen Emigranten, 1938-1945

Buchcover "Selbst das Heimweh war heimatlos. Bericht eines jüdischen Emigranten, 1938-1945"

Begleitveranstaltung zur laufenden Ausstellung »So schön kann Wissenschaft sein!« Zeitkapseln aus der Sammlung Brigitte Hamann

Ort und Zeit

Freitag, 10. November 2017, 19:00 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse,
Stiege 6 (Glaslift), 1. Stock, 1010 Wien

Programm

Begrüßung
Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der Wienbibliothek
Marcel Atze, Leiter der Handschriftensammlung Wienbibliothek

Lesung und Gespräche
Peter Singer, Stiefenkel von Moriz Scheyer
Norbert Mayer, Feuilleton Die Presse

Zum Buch

Als Frankreich im Sommer 1945 befreit wird, befindet sich der jüdische Schriftsteller und ehemalige Feuilleton-Chef des "Neuen Wiener Tagblatts" Moriz Scheyer in einem Franziskanerinnenkloster in der Dordogne. Seit dem Herbst 1942 wird er dort mit seiner Frau versteckt. Hinter ihm liegen aufreibende Jahre der Flucht und Gefangenschaft, der ständigen Ungewissheit und der Angst ums Überleben. Endlich in Sicherheit, bringt er nun zu Papier, was ihm seit seiner Emigration aus Wien 1938 widerfahren ist. Eindringlich schildert er Österreich kurz vor dem "Anschluß", seine Ankunft in Paris und seine Flucht durch das besetzte, zwischen Kollaboration und Widerstand zerrissene Frankreich. 

"Dieses Buch hat schon den Umständen nach, unter denen es zustandegekommen ist, nichts mit dem zu schaffen, was man gemeinhin unter 'Literatur' versteht", schreibt Scheyer in seinem Vorwort. Und doch wächst sein Bericht über das dokumentarische Zeugnis hinaus, wird zum Werk eines feinfühligen Literaten, aus dem diegroße Sehnsucht nach der für immer versunkenen "Welt von gestern" fließt, die ihn mit so vielen anderen Intellektuellen, darunter Freunden und Bekannten wie Stefan Zweig und Joseph Roth, verbindet. 

Das Manuskript Scheyers, der 1949 starb, geriet nach dem Krieg in Vergessenheit. Erst sein Londoner Stiefenkel entdeckte es im Familiennachlass. Nun erreicht es endlich die Nachwelt und bereichert die deutschsprachige Exilliteratur um ein bislang unbekanntes, bewegendes Zeugnis des Flüchtlingsdaseins, der Enttäuschungen und Hoffnungen in den Zeiten von Krieg und Vertreibung.

Moriz Scheyer  (1886–1949) war ein rumänischstämmiger jüdischer Schriftsteller und Journalist, der in Wien aufwuchs. Seit 1914 arbeitete er als Literatur- und Theaterkritiker für die große österreichische Tageszeitung "Neues Wiener Tagblatt". Zu seinen Freunden in Wien zählten Stefan Zweig, Gustav Mahler und Bruno Walter. Scheyer veröffentlichte zahlreiche Bücher. 1938 emigrierte er nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod lebte.

Moriz Scheyer: Selbst das Heimweh war heimatlos. Bericht eines jüdischen Emigranten, 1938-1945
Originalausgabe
383 Seiten
ISBN: 978-3-498-06441-9
€ (D) 22,95/ € (AT) 23,60
Auch als E-Book erhältlich
ISBN: 978-3-644-05761-6

Informationen

Eintritt frei! Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at oder +43 1 4000-84926.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen, die im Rahmen der Veranstaltungen entstehen, zu.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des  Rowohlt Verlags und der BUCH  WIEN mit der Wienbibliothek im Rathaus.

Fotografie von Moriz Scheyer, Copyright: P.N.Singer