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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Vom 27. bis 29. Dezember ist keine Benützung der Handschriften und Musikhandschriften möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

Vom 2. bis 5. Jänner ist die Benützung der Handschriften und Musikhandschriften bis 15:30 Uhr möglich. Alle übrigen Bestände sind bis zum regulären Leseschluss benutzbar.

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Tafelkratzer, Tintenpatzer. Schulgeschichten aus Wien

Zur Ausstellung "Tafelkratzer, Tintenpatzer" erscheint auch ein Buch.

Ort und Zeit

4. Mai bis (verlängert!) 16. November 2016
Werktags Montag bis Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Freitag 9 bis 16.30 Uhr
Ausstellungskabinett der Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien

Eintritt frei!

Zur Ausstellung

Die Bildungsdebatte um Schulreform und Schulorganisation, Gesamt­schule vs. Gymnasium und die jährlichen PISA­-Studien, durch die Bildungsdefizite in Österreich offentreten, hat die Wienbibliothek zum Anlass genommen, einen Blick auf die Geschichte der Schule, im Speziellen der Trivial­- und Volksschule in Wien zu werfen. Äußerer Anstoß zu unserer Ausstellung war die Übernahme von Beständen, die unsere Bibliothek mit pädagogischer Literatur, allen voran mit historischen Schulbüchern bereicherten: die Archive des Verlags für Jugend & Volk und des Österreichischen Bundesverlags, vor allem aber die "Zentralbücherei für Pädagogik", die Bibliothek des ehemaligen Pädagogischen Instituts der Stadt Wien, das seit den 1920er ­Jahren als Lehrerfortbildungsanstalt diente. Bei genauerer Durchsicht hat sich gezeigt, dass die seit 1856 gewachsenen Samm­lungen der Wienbibliothek viele interessante "Schulgeschichten aus Wien" zu erzählen haben.

Download Ausstellungs-Folder (PDF, 10 MB)

Tafelkratzer, Tintenpatzer

"Erste Klasse: Tafelkratzer, zweite Klasse: Tintenpatzer..." – so beginnt ein traditionelles österreichisches Volksschülergedicht. Es steht stell­vertretend für den Beginn eines neuen Abschnitts im Leben des Kindes: den Eintritt in die Schule, die mit ihren Ritualen, ihrer Disziplin und den jährlichen Bewertungsmechanismen den "Ernst des Lebens" einläutet. Erstmals treten damit auch jene drei Kulturtechniken ins Kinderleben, die seit jeher den Kern der Bildung ausmachen: das Rechnen, Schreiben und Lesen. In Anbetracht der kulturellen Bedeutung von Schriftlichkeit ist die Leistung der "Taferlklassler" kaum zu über schätzen: Volksschule – bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Österreich unter dem Namen "Trivialschule" bekannt – ist alles andere als eine triviale Sache!

Mit Fibeln und Schulbüchern durch die Jahrhunderte

Wie jedes Schulkind weiß, hat Maria Theresia die Schulpflicht in Österreich eingeführt. Mit der von ihr erlassenen "Allgemeinen Schulordnung" (1774) beginnt aber nicht nur die Geschichte der Pflichtschule mit all ihren Licht­- und Schattenseiten, sondern auch eine Tradition heimischer Schulbücher und Lesefibeln, die das ambivalente Bild der Primarschulbildung nachzeichnen: an den ausgestellten Büchern, die von der Barockzeit bis zur Gegenwart reichen, ist sowohl der ausgeprägte Traditionalismus, als auch das bunte Spektrum der verschiedensten Lernmethoden und pädagogischen Konzepte bemerkenswert.

Schulgeschichten aus Wien

erzählen auch diesmal die vielfältigen Bestände der Wienbibliothek und werfen interessante Fragen auf: Welche Schule besuchte Franz Grillparzer, wie waren seine Noten? Wie kommt der Hahn auf’s ABC und inwiefern war Johann Nestroy ein "schlimmer Bub"? Was hat Franz Schubert mit Kopfrechnen zu tun? Worin besteht der Unterschied zwischen "katholischen" und "israelitischen" Fibeln, und wie lernten gekrönte Häupter lesen? Wer verpasste Eugenie Schwarzwald auf der Weihnachts­feier? Wie gelangte Maria Montessoris Glockenspiel nach Wien, welche Rolle spielte das "Pädagogische Institut" in der Schulreform? Wie verlief der Schulalltag in den beiden Weltkriegen? Und schließlich: Wann und warum tauchten eigentlich Schultüten in Wien auf?

Begleitveranstaltungen

Details in unserem Veranstaltungskalender

  • 1. Juni 2016, 19 Uhr: Szenische Lesung aus Johann Nestroys "Die schlimmen Buben in der Schule". Es liest Robert Reinagl, Burgtheater. Moderation: Walter Obermaier, Wienbibliothek
  • 9. Juni 2016: 15. ZOOM Lecture: Die Lüge der digitalen Bildung - Warum unsere Kinder das Lernen verlernen
  • 29. September 2016: Podiumsdiskussion: Vom Lesen und Schreibenlernen in der Migrationsgesellschaft und im Zeitalter der Digitalisierung
  • 10. November 2016, 19 Uhr: Finissage der Ausstellung. Christine Nöstlinger liest aus ihren Werken. Moderation: Jessica Beer, Residenz Verlag

Führungen

öffentliche Termine in unserem Führungskalender, weitere Termine nach Vereinbarung

Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit der Wienbibliothek
oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at (subject: Max%20Brand)
Tel. +43 1 4000-84926

Pressefotos

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Abakus für den Schulunterricht (Wiener Schulmuseum).
Zeugnis für Franz Grillparzer über die 1. Klasse, 1797 (WBR, HS, H.I.N. 82214).
Der Schulbub. Tagebuch Ida Qualtinger, 1933-1935 (WBR, HS, H.I.N. 219485)
Unterricht in einer Knaben-Volksschule, um 1750 (Wien Museum Karlsplatz, Inv. Nr. 75409).
Joseph Braunsteiner, Porträtbüste Otto Glöckel (Wiener Schulmuseum).
Allgemeine Schulordnung, Wien 1774 (WBR, DS, C-1771/1.Ex.).
Wiener Kinder lesen, Wien 1969 (WBR, DS, A-336205).
Würfelkasten "Du lernst spielend", Wien um 1948 (WBR, DS, B-334998).
Sujet der Ausstellung "Tafelkratzer, Tintenpatzer. Schulgeschichten aus Wien"