Zur Katalogübersicht

Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Wien Geschichte Wiki

Wien Geschichte Wiki

Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
Weiter zu mehr Information. Link wird in neuem Fenster/TAB geöffnet

Aktuelle Schließzeiten

Am 23. November und 5. Dezember schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung bereits um 17 Uhr. Ersatzleseplätze werden zur Verfügung gestellt.

Sie sind in:

Sie sind hier

Kalender und Almanache

Abbildung aus dem Scherzkalender "Possirliche Lappen"

Die Sammlung historischer Taschenkalender und Almanache der Wienbibliothek konnte 2016 wieder um einige besonders interessante Exemplare erweitert werden.

Scherzkalender

Allen voran sei hier ein überaus seltener Scherzkalender aus der Zeit Maria Theresias mit dem Titel "Possirliche Lappen, Die mit Nebel-Kappen Irrend herum tappen" genannt. Neben praktischen Tabellen zur Zins- und Münzrechung sowie einer Aderlasstafel bringt der Kalender auch zu jedem Monat kurze, scherzhafte Erzählungen, die von je einem Miniaturkupferstich begleitet werden - im Monat Juli etwa zum weiten Feld der Sprachverwirrungen. Das für die Wienbibliothek neu erworbene Exemplar trägt auf dem dunkelbraunen Ledereinband als Supralibros einen Doppeladler sowie die blindgeprägten Initialen "H.K.K." und "C.D."; unser neuer Kalender könnte also gut und gerne bei Hof oder im Umfeld der zahlreichen Hofämter in Verwendung gestanden haben.

Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen

Eine weitere Neuerwerbungen, der früheste bekannte Jahrgang des "Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen" (1799), besticht nicht durch seine kolorierten Kupferstiche; ein Produkt aus der Buchbinderei Eberhardt Krauses in Wien, ist der Taschenkalender mit seinem weinroten, goldgeprägten Schuber und seinem floral bemalten Seideneinband ein wahres Kleinkunstwerk seiner Zeit. Zum Schmunzeln verleitet lediglich ein Irrtum, der dem Kupferstecher bei der Gestaltung der Titelei unterlaufen zu sein scheint: seiner Zeit um ein Jahrhundert voraus, datierte er den Almanach "für 1899"!
Besondere Erwähnung verdienen noch zwei Fingerkalender mit eingeklebtem Taschenspiegel im Hochformat (7,5 x 3 cm): ein "Wiener-Kalender" (1813) sowie das besonders seltene "Wienerische Finger-Kalenderl" aus der Werkstatt des Sebastian Hartl (1776). Ein neu erworbenes Exemplar des so genannten "Mignon-Almanachs" im zeitgenössischen Schuber aus dem Jahr 1814 rundet unsere Sammlung dieses kleinsten aller Wiener Kalender ab.

  • Possirliche Lappen, Die mit Nebel-Kappen Irrend herum tappen ... Auf das 1751. Jahr. Wien: Heyinger, [1750].
  • Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen für 1[7]99. Wien: Krause, [1798].
  • Wiener Kalender auf das Jahr 1813. Wien: Müllner, [1812].
  • Wienerisches Finger-Kalenderl für das Schalt-Jahr 1776. Wien: Baumgartner, [1775].
  • Mignon Almanach auf das Jahr 1814. Wien: Riedl, [1813].

Weitere neu erworbene Kalender

  • Instanzkalender für Steyermark 1796. Graz: Widmanstetter, [1795].
  • Kalender für das Jahr 1826. Wien: Schwarzbach, [1825].
  • Trachten-Almanach für 1831. Wien: Buchholz, [1830].
  • Wiener Taschen-Almanach für 1833. Wien: Meyer, [1832].
  • Tagebuch 1890. Wien: Lorenz & Sohn, [1889]

Archiv der Neuerwerbungen 2016

Farbiger Kupferstich aus dem Almanach von 1799