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Digitale Sammlungen
farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Am 23. November und 5. Dezember schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung bereits um 17 Uhr. Ersatzleseplätze werden zur Verfügung gestellt.

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Artmann, Berlin & Yellow Submarine

Comic zum Beatles-Film "Yellow Submarine" (1968) mit Besitzeintrag von H. C. Artmann.

Als Ergänzung zur Bibliothek des österreichischen Dichters H. C. Artmann (1921-2000), die sich seit 2004 an der Wienbibliothek im Rathaus befindet, konnte nun ein Konvolut von 21 Büchern mit Ankaufs- und Besitzeinträgen des Poeten erworben werden.

Inhaltlich bestätigen die Bände das Bild von den Lektürevorlieben Artmanns, wie wir sie bereits aus dem Bestand an der Wienbibliothek kennen: neben mehr oder weniger ernster Literatur sind es vor allem Sprachlehr- und Wörterbücher (hier des Lettischen, Tschechischen und Gälischen) sowie Sagen-, Kinder- und Jugendbücher mit teils abenteuerlichen, altmodischen Titeln, die den in Breitensee geborenen "Dichtersmann" besonders interessierten und inspirierten; selbst Groschenromane und Comics finden sich in Artmanns Bibliothek – in dem neu angekauften Konvolut ist dieses Genre durch das 1968 in London erworbene Taschenbuch zum Beatles-Film "Yellow Submarine" (1968) vertreten (Abbildung).

Artmann hatte die Bücher in den Jahren 1958 bis 1968, der Zeit seiner ausgedehnten Reisen durch Europa, seines Aufenthalts in Schweden und in Berlin, gekauft: ganze elf Bände stammen aus Berliner Buchhandlungen und Antiquariaten, gefolgt von vier Bänden aus London, wo er sich vor allem mit Fachliteratur zum Gälischen eindeckte; aber auch in Köln, Salzburg und Innsbruck verbrachte er Zeit beim Bücherstöbern, und einen Band - einen Tschechisch-Selbstlernkurs in englischer Sprache (!) - erstand er gar in Malmö. Abgesehen von den Ankaufsvermerken finden sich aber keine Spuren oder handschriftlichen Notizen Artmanns in den Büchern. Nur auf dem Rückendeckel eines Bandes (Sign. A-333133) hat er seine Hand in gälischer Schrift geübt und – typisch für die Nachlässigkeit, mit der er seine Bücher behandelte – offenbar einen persönlichen Kontakt nebst Telefonnummer und dem Treffpunkt, das Wiener Café Daun, vermerkt.

Untergebracht hatte Artmann die Bücher ursprünglich in seiner Berliner Wohnung. Nach der Trennung von seiner damaligen Frau, der Schauspielerin Inga Weber-Artmann, verblieben die Bände in Berlin, wo sie erst jetzt in den Handel gelangten.

Archiv der Neuerwerbungen 2014