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Kaiserpanorama in Wien

von Reunion bis St. Cruz.

Lange vor Erfindung der Kinematographie erfreuten sich Projektionsschauspiele der verschiedensten Art in ganz Europa großer Beliebtheit – man denke etwa an die Laterna Magica, mit der schon im 18. Jahrhundert einem gleichermaßen geschocktem wie fasziniertem Publikum Geistererscheinungen vorgespiegelt wurden. Auch der Reiz des Fremden und der Wunsch, ferne Länder – wenn auch nur virtuell – zu bereisen, war ein Grund dafür, dass die optischen Vergnügungen Besucher aller Altersgruppen und sozialen Schichten magisch anzogen.

Den Trend machte sich auch der preußische Unternehmer August Fuhrmann zu Nutze. Sein "Kaiserpanorama" eröffnete Filialen in den wichtigsten Großstädten Europas, wo den Besuchern der riesigen "Guckkästen" stereoskopische Vorführungen geboten wurden.

Die neu katalogisierten Werbeflugzettel des "Panorama International" am Wiener Kolowratring, dem heutigen Schubertring, aus der Zeit zwischen ca. 1890 und 1913 geben einen Eindruck von der thematischen Bandbreite dieser Schaustellungen: die Wiener Schaulustigen wurden nicht nur in die Pyrenäen oder nach Belgien, sondern auch zu den Pyramiden nach Kairo oder gar auf eine Rundreise durch die Tropen (Abbildung) entführt.

Mit dem Aufkommen der Kinos gingen die Besucherzahlen des "Kaiserpanoramas" dann aber immer mehr zurück. Die Wiener Filiale überlebte immerhin noch den Zweiten Weltkrieg und schloss erst am 1. Jänner 1955 ihre Pforten für immer.

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