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Wiener Zeitungen des späten 18. Jahrhunderts

"Ueber die Behandlung der Beinbrüche" von H. M. Marcard in der Januarnummer 1790 der Wiener ökonomischen Zeitung.

Durch Neuankäufe konnte der Bestand zweier wichtiger Zeitungen der österreichischen Aufklärung vervollständigt werden.

Zum einen handelt es sich dabei um die von Karl Franz Guolfinger von Steinsberg herausgegebene Zeitung "Allgemeine Zeitgeschichte in einem Auszuge aller Europäischen Zeitungen", von der nunmehr der Jahrgang 1788 komplett vorhanden ist - einige Monate davon auch als Unikate. Wie der Titel bereits verrät, versteht sich die Zeitung als eine Zusammenfassung verschiedenster, vorwiegend westeuropäischen Zeitungsmeldungen, wobei die verwendeten Zeitungen in einem eigenen Anmerkungsapparat auch zitiert werden. Im Urteil Peter Strassers (Die Wiener Presse in der Josephinischen Zeit, 1962, S. 53) ist Steinsbergs Blatt die "bedeutendste Gründung, der erfolgreichste Wurf aller Zeitungsunternehmer der josefinischen Periode".

Inhaltlich in eine andere Richtung weist die "Wiener oekonomische Zeitung", die zuletzt bei Johann Martin Weimar in Wien gedruckt wurde und die jetzt bis zum Februarheft des bislang verschollenen Jahrganges 1792 an der Wienbibliothek vorliegt. Von Tipps vorwiegend aus dem Bereich der Land- und Hauswirtschaft spannt sich der Bogen bis hin zu Botanik, Zoologie, Technik (Erfindungen, neue Maschinen) sowie zu medizinischen und wirtschaftspolitischen Fragen: im letzten Heft wird etwa den Kommunenvorstehern eine vermehrte Anpflanzung von Lindenbäumen empfohlen, um die Bienenzucht in der Monarchie zu befördern. Ob die Zeitung, die man somit als volksaufklärerischen Vorläufer der Science Technology Medicine Journals (STM) heutiger Tage bezeichnen könnte, auch nach dem Februar 1792 noch erschien, lässt sich allerdings auch anhand der jüngsten Akquisition nicht klären: am Ende des Heftes heißt es schlicht "Die Fortsetzung folgt".

Archiv der Neuerwerbungen 2009