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farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Am 23. November und 5. Dezember schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung bereits um 17 Uhr. Ersatzleseplätze werden zur Verfügung gestellt.

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Hebräischer Buchdruck in Wien

Kaszaniczki de Nagy Selmetz, Adam: Diqdûq lašôn hak-kodeš seu grammatica linguae sanctae institutio in usum theologiae auditorium concinnata. - Viennae: Impressum typis Josephi Hraschanzky, 1791.

Anders als in den meisten jüdischen Zentren Europas setzen die Anfänge des hebräischen Buchdrucks in Wien verhältnismäßig spät ein. Erst ein Hofdekret Josephs II. vom November 1789, das den Wiener Druckern großzügige Privilegien in Aussicht stellte, brachte Bewegung in die Sache. Ganz im Geist des Merkantilismus sollte die inländische Produktion gefördert werden, um Importe aus dem Ausland zurückzudrängen. Freilich eröffnete sich dadurch nur Christen ein neues Betätigungsfeld, denn trotz des Toleranzpatents blieb das Buchdruckergewerbe Juden weiterhin verwehrt.

Infolge des Dekrets kam es ab 1790 zu einem wahren Wettrennen zwischen den Druckern Joseph Hraschanzky (1752–1806) und Joseph von Kurzböck (1736-1792) um die lukrativ erscheinenden Privilegien, das Hraschanzky durch ein Druckprivileg auf 10 Jahre im Jahr 1791 vorerst für sich entscheiden konnte. Absatzmärkte für die Bücher gab es mit Böhmen und Mähren (dem Heimatland Hraschanzkys) innerhalb der Habsburgermonarchie zwar bereits zur Genüge, besonders kam Hraschanzky aber die Erwerbung Westgaliziens (1795) mit seiner dichten jüdischen Bevölkerung zugute - nicht zufällig verlegte sich das Verlagsprogramm Hraschanzkys in diesen Jahren immer mehr auf den Druck hebräischer Bücher.

Nach dem Tode Kurzböcks Ende 1792 erwuchs Hraschanzky aber auch zunehmend ernst zu nehmende Konkurrenz: zu nennen sind hier die Brünner Druckerei Neumann mit ihrer Nikolsburger Dependance, sowie vor allem der Wiener Buchdrucker Anton Schmid (1765-1855), der Kurzböcks Lettern kaufte und somit in dessen Fußstapfen trat; nach dem Niedergang der Druckerei Hraschanzky unter dem Sohn Georg (1813) wurde jener zur bestimmenden Gestalt im hebräischen Buchdruckerwesen Wiens.

In unmittelbaren Zusammenhang mit den ersten Regungen des hebräischen Buchdrucks in Wien ist auch die aktuelle Neuerwerbung der Wienbibliothek zu sehen, die seltene "Grammatica linguae sanctae institutio" mit dem hebräischen Paralleltitel "Diqdûq lašôn hak-kodeš" aus der Druckerei Joseph Hraschanzkys. Der Autor der Grammatik, der Orientalist Adam Kaszaniczki, lehrte in Tyrnau, Ofen und Pressburg und starb im Jahre 1804 "vom Blitze getroffen [...] in voller Manneskraft" (Wurzbach).

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