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Nachlass Walter Bäck

Im November 2008 erwarb die Handschriftensammlung der Wienbibliothek im Rathaus den Nachlass des Wiener Schriftstellers und Journalisten Walter Bäck (ZPH 1327). Bäck wurde am 23. Februar 1931 in Wien geboren. Nach dem Besuch der Handelsschule und des Katholischen Lehrerseminars arbeitete er als Bankangestellter und Buchhalter, trat jedoch schon in den 1950er Jahren mit kleineren literarischen und journalistischen Arbeiten auf.

Ab 1964 war er nur noch als freier Schriftsteller und Volksbildner tätig. Er verfasste ca. 2500 Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien, wobei vor allem seine mundartliche Lyrik, seine Hörspiele und Erzählungen hervorzuheben sind.

Besonders populär wurden die Bände "Die Sahara von Ottakring und andere ironisch-witzige Geschichten" (1986), "Wiener Weihnachten“ (1996) und die Gedichtsammlungen "Plan von Wien, lyrisch" (1969), "Ich leb’ am Rand der großen Stadt“ (1977), "Das Lebm is a Hochschaubahn" (1980) und "Marchland" (1992). Der Nachlass umfasst die Zeugnisse des Großteils seines literarischen Werkes in Entwürfen, Manuskripten und Typoskripten, ebenso die Dokumentation seines volksbildnerischen Werkes.

Beträchtlich ist auch die Briefsammlung, in der sich Autographen wichtiger literarischer Zeitgenossen wie Felix Braun, Johann Gunert, Friedrich Torberg und Hans Weigel befinden. Unter den zahlreichen Fotos und anderen Lebenszeugnissen sticht besonders das "Tourenbuch" des leidenschaftlichen Wanderers und Bergsteigers Bäck hervor, in das er die genauen Daten seiner Bergtouren mit Skizzen, Hüttenstempeln und etlichen Anmerkungen zu den geschichtlichen Hintergründen der jeweiligen Landschaften eintrug.

Walter Bäck wurde u. a. mit dem Theodor-Körner-Preis (1975) und der Ehrenmedaille der Stadt Wien (1986) ausgezeichnet. Er starb am 1. Mai 2004 in Wien-Strasshof.